Psychiatrie


Die Psychiatrie ist die medizinische Fachdisziplin, die sich mit der Prävention,
Diagnostik und Therapie psychischer Erkrankungen beschäftigt. Der Begriff
„Psychiatrie“ wurde 1808 vom Arzt Johann Christian Reil in Halle geprägt
(ursprünglich als „Psychiaterie“, wurde später zu „Psychiatrie“). Etymologisch aus griechisch „Psyche“ – „Seele“ und „iatrós“ – „Arzt“ zusammengesetzt, bedeutet „Psychiatrie“ wörtlich übersetzt etwa „Seelenheilkunde.“

 

Der Psychiater
ist spezialisiert auf das Erkennen und Behandeln von Störungen des Seelenlebens sowie deren Auswirkungen auf andere Organsysteme, die sog. psychosomatischen Erkrankungen. An Symptomen können u.a. auftreten: Ängste, Depressionen, Wahrnehmungsstörungen, Zwangsgedanken, Suchtverhalten, vielerlei körperliche Beschwerden, Störungen der Sexualität, Störungen von Gedächtnis, Konzentration und Aufmerksamkeit.

 

Neurologie


Die Neurologie (von griechisch νεῦρον neuron “Nerv” und -λογία -logia “Lehre, Wissenschaft”) ist die Lehre von den Erkrankungen des Nervensystems. Die Grenze zur Psychiatrie ist teilweise fließend. In Deutschland ist die Neurologie als ein Teilgebiet aus der Inneren Medizin hervorgegangen. Die Organsysteme, die in der Neurologie Berücksichtigung finden, sind das Zentralnervensystem, also Gehirn und Rückenmark, seine Umgebungsstrukturen und blutversorgende Gefäße sowie das periphere Nervensystem einschließlich dessen Verbindungsstrukturen mit den Muskeln sowie die Muskulatur.

 

Der Neurologe

behandelt Funktionsausfälle und Fehlsteuerungen des Gehirns, des Rückenmarks, der Sinnesorgane, der peripheren Nerven und der Muskulatur. Diese Fehlfunktionen können entstehen durch: Entzündungen, Durchblutungs- störungen, Verletzungen, Stoffwechselstörungen, gutartige oder bösartige Tumore, mechanische Einklemmungen, angeborene oder erbliche Ursachen.